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Omas Apfelkuchen

Dieses Apfelkuchenrezept erinnert mich an meine Oma, darum habe ich es „Omas Apfelkuchen“ getauft. Sie hat nämlich oft einen einfachen Apfelkuchen gebacken, auf dem eingeschnittene Apfelhälften oben lagen. Zum einen war es ein beliebter Kinderkuchen, zum anderen konnte unsere Oma so auch die vielen Äpfel des Gartens gut „verarbeiten“. Denn sie war noch die Generation, die nix verfallen ließ.

Ich sehe sie heute noch, wie sie mit ihrer Süditroler Mantelschoß in der Küche steht und einen Kübel voll wurmstichiger Äpfel schält. Mit großer Gewissenhaftigkeit und vom Geruch alter Apfelsorten umgeben.

Welche Äpfel soll man nehmen?

Ich empfehle für diesen Apfelkuchen bestmöglich auf ältere Äpfelsorten zurück zu greifen, wie etwa Grafensteiner Äpfel, Boskoop-Äpfel oder Cox-Sorten. Leider finden diese nur selten Platz in der Gemüseabteilung. Aber auch mit dem häufig im Supermarkt angebotenen Topaz habe ich bereits gute Erfahrungen gemacht.

Übrigens auch schon länger gelagerte und bereits nicht mehr so frische Äpfel mit „Schrumpelschale“ können in einem Apfelkuchen noch eine gute Verwendung finden. Dabei könnt ihr ruhig alles an Sorten mischen, die eure vernachlässigte Obstschale so hergibt.

Zutaten für ein Blech

  • 250 g Margarine oder Butter (zimmerwarm)
  • 200 Zucker
  • 5-6 Eier (zimmerwarm)
  • etwas Salz
  • etwas Zitronensaft oder 4 Tropfen Backöl Zitrone
  • 400 g Weizenmehl oder Dinkelweißmehl. Ich mische halb-halb.
  • 4 getrichene Teelöffel Backpulver
  • 4-8 Esslöffel Milch
  • Etwa 750 g Äpfel
  • 2-3 EL passierte Marillenmarmelade und 2 EL Wasser

Wer mag: Der Kuchen kann mit 4 Esslöffel Marillenmarmelade und 4 Esslöffel Wasser aprikotiert werden. D.h. Marmelade-Wassergemisch ca. 5 Minuten aufkochen und dann den noch warmem Kuchen damit bestreichen. Dadurch bekommt er einen leichten Glanz. Ich nehme die Hälfte Menge (2-3 EL) und aprikotiere/bestreiche mit einem Pinsel nur die Äpfel.

Alternativ oder zusätzlich in gekühltem Zustand mit Staubzucker bestreuuen.

Zubereitung

  1. Vorbereitung für den Belag: Äpfel schälen, halbieren oder vierteln, entkernen und mehrmals der Länge nach einritzen. (Hinweis: Je länger die Äpfel stehen, desto eher können sie eine leicht bräunliche Färbung entwickeln.)
  2. Herd auf 170 Grad Ober- und Unterhitze einstellen.
  3. Margarine oder Butter schaumig rühren.
  4. Nach und nach Zucker, Eier und Gewürze hinzugeben. (Zeit lassen)
  5. Das mit Backpulver gemischte und gesiebte Mehl esslöffelweise unterrühren.
  6. Wenn der Teig fester wird, so viel Milch hinzugeben, dass er schwer (reißend) vom Löffel fällt. Es ist dann ein etwas zäh wirkender Teig.
  7. Den Teig in die gefettete Form füllen und glattstreichen.
  8. Die Äpfel mit ca. einem Zentimenter Abstand (auch vom Rand) gleichmäßig auf dem Teig verteilen. (Nur legen, nicht eindrücken.) Zuvor ggf. die Äpfel mit in der mit Wasser verdünnten Marillenmarmelade tunken oder bestreichen.
    Bei der Kuchenform (Ø26cm) halbe Menge verwenden und die Apfelhälften kranzförmig auslegen.
  9. Ca. 35 min. backen

Hinweis

Dieser Kuchen schmeckt besonders gut, wenn er noch ganz frisch und vielleicht sogar noch ein bisschen warm ist. Schlag passt auch dazu.

Ihr werdet merken, dass ich Blechkuchen-Fan bin. Wenn schon, denn schon. Dieser Kuchen lässt sich übrigens frisch auch gut einfrieren. Wobei er meist eh ratzfatz weg ist. Aber natürlich könnt ihr auch lediglich die Hälfte der Menge machen und damit eine Kuchenform füllen.

Dieses Rezept ist angelehnt an ein Rezept aus der „Dr. Oetker Versuchsküche“. Da ich nur eine Kopie der Kopie gefunden habe, kann ich leider keine bessere Quellenangabe leisten.

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