Mit Kindern leben, Schule und Corona
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Schulbeginn der soundsovielte

Kinder betrachten eine Straßenbaustelle

Es war nicht zu übersehen. Diese Erleichterung in den Gesichtern der Eltern am ersten Schultag nach vielen Wochen der lockdownbedingten Schulabstinenz ihrer Kinderleins. Es wurde gescherzelt, es wurde gelacht, es wurden Pläne geschmiedet. Die Kinder wiederum mussten noch einmal eine ordentliche Portion Aufregung aushalten, so lange nicht mehr die Klassenkamerad*innen gesehen zu haben und dann gleich auch noch den ersten Covid-Selbsttest in der Schule durchführen. Aus erster Quelle weiß ich, dass der „butzibabyeinfach“ war.

Normal geht ganz einfach

Am darauffolgenden Tag haben bereits die ersten Eltern wieder geraunzt, so von wegen früh aufstehen müssen und weil es auch wieder so kalt ist und das hat mich dann so richtig fröhlich gestimmt. Also nicht, dass ich jetzt schadenfroh wäre, nein, nein. Ich bin nur fröhlich, weil wieder alles im grünen Bereich ist. Es wird wieder über Wetter und Wecker gesudert. So wie immer. Ihr braucht’s nur brav warten, dann kommt bestimmt auch das Lehrer*innenbashing zurück. Spätestens dann wissen wir, dass Corona uns nicht mehr länger im Griff hat. Ich glaub, ich bleib dann beim Huldigungsmodus. Bin von „unseren“ Klassenlehrerinnen und Nachmittagsbetreuer*innen schlichtweg begeistert, was die leisten und wie viel Flexibilität sie an den Tag legen.

Die Wetteinsatz ist hoch

Jetzt laufen natürlich die Wetten, wie lange dieses trügerische Glück des Präsenzunterrichts anhält. In meinem Umfeld tippen die meisten auf 2 Wochen bis zum nächsten Lockdown, es gibt aber auch so mutige (verdammt, nicht mal Corona schafft sie, die Optimist*innen), die gar auf Ostern tippen. Hallo?!? Ich meine, das muss man sich vorstellen, das ist erst im April!! Und wir haben Mutanten und „Tirol isch lei oans“ und wechselnde Impfaussichten. Gut, im Zweifelsfall schlag ich mich auf die Osternseite.

Wechselnde Aussichten

Und wie geht es dir so? Schon frühlingsreif? Sehnst du dich nach warmer Sonne auf der Nase? Oder planst du noch mal ein paar gezielte Schwünge auf der Schipiste dieses Wochenende? Hast du dir bereits Eintritttickets für den Zoo gesichert? Das kann ja auch recht sportlich sein. Oder probierst du schon seit Wochen alle Faschingskostüme durch – weil es ja sonst nicht viel zu tun gibt? Jedenfalls ist den Schnupfenallergiker*innen sehr zu empfehlen sich allmählich um ihre Präparate zu kümmern, erste Haselnusstriebe wurden bereits gesichtet! Ja, das ist der Februar. Er steckt irgendwo zwischen „Der Winter ist schon echt lang“ und „Der Frühling muss doch bald kommen“ fest. Da kann Corona auch nichts dran rütteln.

The masked pupil

Erster Satz beim Abholen am ersten Schultag: „Mama, wir hätten die Maske abnehmen dürfen (nachdem alle negativ getestet waren), aber keine*r hat’s gemacht, weißt du, wir sind es einfach schon so gewöhnt mit der Maske.“ Schluck, so viel zum Thema „die armen Kinder und wie sie unter der Maske leiden“. Wobei, was das anbelangt, wünsche ich mir natürlich, dass es nicht Normalität bleiben muss. Maskiert sollten wir nur in medizinisch sensiblen Bereichen und im Fasching sein. Auf auf zum närrischen Treiben. Maschgara, Maschgara ho!

(Maschgara ist ein Vorarlberger Ausdruck für das maskierte Feiern in der Faschingszeit. Verleugne nie deine Wurzeln;-).

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